leitfähiges Terrazzo

Ableitung elektrischer Ströme

Für Räume, beispielsweise Operationssäle in Krankenhäusern, Produktionsräume in der Pharmaindustrie etc., in denen infolge elektrostatischer Aufladung Entladungen zu Störungen, Zerstörungen oder sogar durch Entladungsfunken zu Explosionen führen können, wird vom Bodenbelag eine bestimmte elektrische Leitfähigkeit gefordert. Um einem Terrazzoboden die entsprechende leitfähige Eigenschaft zu geben, wird dem Unterbeton in jedem Fall ein leitfähiger Ruß beigemischt. Dessen Anteil beträgt 3% bezogen auf das Zementgewicht. Zur Ableitung der entstehenden elektrischen Ströme muss ein Gewebe, z.B. Baustahlmatten, in den Unterbeton eingearbeitet und mit dem Potenzialausgleich des Gebäudes verbunden werden. Zudem kann in Ausnahmefällen der Terrazzo-Vorsatzschicht ein bestimmter Prozentsatz Messingspäne oder Rotguss-Späne beigemischt werden. (ca. 20 Gew.-% zum Zement)

Die Anforderungen an den Ableitwiderstand betragen in der Regel 10 Mio bis 100000 Ohm, gemessen nach DIN 51953.

ein Gewebe, z.B. Baustahlmattenleitfähiges Terrazzo

Operationssäle in Krankenhäusern, wie hier mit leitfähigem Terrazzo-Fussboden.